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SMS Heft Nummer 146
Schlachtschiff TIRPITZ
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SMS Heft Nummer 146<br>Schlachtschiff TIRPITZ

SMS Heft 146
- Schiffe - Menschen - Schicksale

TIRPITZ
Die TIRPITZ zählt zu den letzten großen Schlachtschiffen am Ende einer Ära, in der solche Großkampfeinheiten die Herrschaft über die Meere demonstrieren sollten. Das Ringen um diese Vorherrschaft hatte seit vielen Jahren immer wieder zum Wettrüsten der Seemächte geführt. Mit dem Washingtoner Flottenabkommen von 1922 sollte das unterbunden werden. Durch die Festlegung der gegenseitigen Kräfteverhältnisse und die Begrenzung von Schiffstonnagen (35.000ts) ist dieses auch für ein dutzend Jahre erreicht worden.

Im Jahre 1936 war dieses Abkommen - vertragsgemäß - zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszuhandeln. Doch zu dieser Londoner Konferenz erschienen weder Italien, wegen seiner Verurteilung für den Überfall auf Abessinien, noch Japan, weil es die Überlegenheit der britischen- und US-Flotten nicht hinnehmen wollte, am Konferenztisch. Italien hatte bereits zwei Jahre zuvor (1934) mit seinem verkündeten Anspruch auf die Vorherrschaft im Mittelmeer (*mare nostrum*) zwei neue Großschlachtschiffe auf Kiel gelegt und dabei die international vereinbarte Höchstgröße um 6.000 to auf fast 41.000 to (*Vittorio-Veneto*-Klasse) überzogen. Das alarmierte Frankreich: es gab 1935/36 die ersten beiden Schiffe seiner *Richelieu*-Klasse (38.600 to Standard) in Bau. Nur unklare Angaben gab es über den Bau zweier Riesenschlachtschiffe auf japanischen Helligen.

Die Seemächte kamen angesichts dieser Enwicklung 1938 in London zusammen, um zum Flottenbegrenzungsabkommen eine Zusatzvereinbarung zu beschließen. Auch Deutschland, das sich bisher an der Seerüstung nur zurückhaltend beteiligt hatte, wurde hinzugebeten. Das nahm Hitler gerne an, suchte er doch eine Verständigung mit Großbritannien für eine *freie Hand* im Osten. Er verlangte aber, daß auch die Sowjetunion miteinzubeziehen war, die drei neue Schlachtschiffe auf Kiel gelegt hatte und zur See nicht an Deutschland vorbei rüsten sollte. Die Konferenz beschloß, den tatsächlichen Rüstungsstand zu berücksichtigen und die Höchsttonnage auf 45.000 to Standard anzuheben. Die gegenseitigen Stärkeverhältnisse sollten - wie vorher vertraglich vereinbart - erhalten bleiben. Großbritannien und die USA begannen umgehend mit dem Bau je einer neuen Schlachtschiffklasse von fünf Einheiten.

Für Deutschland, das in einem Flottenabkommen im Jahr 1935 zugestanden hatte, seine Flotte nicht größer als 35% der britischen zu halten, war jetzt der Bau der bereits 1936 auf Kiel gelegten beiden Großkampfschiffe BISMARCK (s. SMS Nr. 22) und TIRPITZ vertraglich frei.

Die dargestellte Abbildung kann ggf. vom Original leicht abweichen. Für eine Verbindlichkeit der Warenausführung, nehmen Sie bitte in dringenden Fällen vor Ihrer Bestellung, unter Aufführung der Artikelnummer, wenn vorhanden Kundenummer, und gewünschten Ausführung entsprechend Kontakt mit uns auf

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